Faszien

 

Faszien, die Hülle unserer Muskeln, verkrampfen die Muskeln, verkrampfen auch die Faszien.

Die Faszien haben gewisse Vorteile:

– Verbindung mehrerer anliegender Muskeln

– Entwicklung von Muskelketten, die einen großen Ursprung-Ansatz aufweisen wie z.B.: M.Deltoideus (Schulter) bis zum M.Gluteus Maximus (Gesäß) –> Bildung der schrägen hinteren Muskelkette

Somit verkleben unsere Muskeln weniger, eher die Faszien! Aus diesem Grund ist die Dehnung ein wichtiges Element, da wir immer mehrere Muskelketten beanspruchen und nicht nur einen Muskel.

Die sinnvollste Therapie in Richtung Faszien stellt die 3-Dimensionale Bewegung dar, damit es nicht zu Verklebungen kommt. So wie ein Organ auch eine Art Hülle besitzt, um sich an Druckveränderungen im Bauchraum anzupassen, geben Faszien bei einem erhöhten Tonus die Spannung ebenfalls weiter.

–> Beschwerden fangen in der Schulter an und enden im unteren Rücken –> schräge hintere Muskelkette

Für mehr Informationen und Tipps gegen Faszienproblematiken:

Machen Sie gerne einen Termin aus: 0641/87734119

 

ISG

 

Das Iliosakralgelenk stellt die Verbindung zwischen unserem Becken und Kreuzbein (Sacrum) dar, die direkte Verbindung zur Wirbelsäule.

Heutzutage kommt es häufig vor, dass Diagnosen Richtung ISG-Blockierungen benannt werden, obwohl der untere Rücken bzw. das Sacrum die Schuld sind.

Argumentiert wird dies mit einer Beinlängendifferenz. Wie schon im Beitrag „Beinlängenunterschied“ wird erklärt, dass der Unterschied nicht immens und wir Menschen nicht immer ein symmetrisches ausgeglichenes Muskel-System besitzen. Sollte ein ISG blockiert sein, ist jeder Schritt schmerzhaft lokal unter der LWS und Gehen praktisch nicht möglich.

Ein Becken lebt natürlich von Bewegung, deswegen sind statische Bewegungsmuster als negativ anzusehen.

Ist allerdings eine Wirbelsäule in einem flexiblen Zustand, profitiert davon auch ein ISG, denn letztendlich entlasten sich Becken und Wirbelsäule gegenseitig.

Für mehr Informationen und Tipps gegen ISG-Problematiken:

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Kiefer

 

Unser Kiefergelenk (TMG = Tempomandibulargelenk) benutzen wir täglich. Durch die tägliche Beanspruchung des Kauens, kann es auch mal zu Geräuschen, Knacken und Verschiebungen kommen.

Kauen wir denn gleichmäßig auf beiden Seiten oder gibt es eine favorisierte Seite? Ein guter Test: Beobachte Sie bei festen Lebensmittel, ob man immer auf eine Seite abweicht. Beanspruchen wir nicht gleichmäßig, kann es zu mehreren Dysfunktionen (Fehlfunktionen) kommen:

– Verkrampfung der umliegenden Strukturen (Strukturen wie Muskeln im Schädelbereich haben eine viel geringere Belastungsgrenze!)

– Fehlstellungen des Kiefergelenkes, die zu Kopfschmerzen oder Nervenausstrahlungen führen

– Druckgefühl im Gesichtsbereich

Es gib noch zahlreiche weitere Auswirkungen… Wichtig, wie auch bei dem Rest unseres Körpers, keine Seite vernachlässigen, lieber die Kauseite wechseln, denn damit tun sie langfristig auch etwas für Ihre Zähne.

Für mehr Informationen und Tipps gegen Kieferprobleme:

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Selbst einrenken

 

Der Kopf knackst… das Brustbein ploppt, im unteren Rücken macht es laute Geräusche…

Sich selbst die Wirbelsäule zu verschieben macht zunächst nicht viel Sinn, man versucht es allerdings des Öfteren, weil man sich häufiger blockiert fühlt.

Dabei sollte man 2 wichtige Dinge im Hinterkopf behalten:

1. Treffe ich überhaupt das Segment oder verschiebe ich gleich eine Gruppe von Wirbelsegmenten (Einige Wirbel funktionieren als Gruppe und beeinflussen sich gegenseitig!)

2. Mache ich meine Gelenke zu mobil –> zu weich in der Bewegung –> eine Hypermobilität entsteht, d.h. die Wirbel verschieben sich leichter –> eine Routine entwickelt sich.

Das Problem dabei ist, dass wir auf unsere Wirbelsäule zu sensibel reagieren, kleine Verspannungen (muskulär oder arthrogen) werden als negativ angesehen, es wird versucht, die Wirbelsäule zum Knacksen zu bringen…

Eine Wirbelsäule steht nicht nur für Rotation –> zuviel Rotationskomponenten nehmen Stabilität und muskuläres Gleichgewicht, die einzelnen Wirbel wissen nicht mehr, in welche Grundstellung sie gehören, Tag für Tag entstehen neue Anpassungen…

Ein Osteopath kann gezielt einzelne Blockaden lösen und dafür sorgen, dass das große Segment der Wirbelsäule im Lot steht.

Für mehr Informationen und Tipps gegen Geräusche der Wirbelsäule:

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Reizdarm

 

Unser Darm stellt die zentrale Achse des Verdauungstraktes dar – Das Gegenstück unserer Lendenwirbelsäule.

Unsere zentrale Achse wird durch Strukturen gebildet, die in unserer Mittellinie sich befinden wie z.B. Schädel, Brustbein, Darm, Schambein etc. Diese Achse kann bzw. muss Verschiebungen in Kauf nehmen, weil in unserem Körper sich ständig unterschiedliche Belastungen aufbauen.

Unser Darmsystem bekommt nun aus allen Richtungen Impulse. Diese Impulse können positiv wie negativ ausfallen. Somit muss das Darmsystem neben Verdauung und Absorption, Spannungswiderstände verkraften. Wie schon die Diagnose Reizdarm beschreibt, kommt der Darm durch eine Reizüberflutung nicht mehr zur Ruhe…

Osteopathisch würde es Sinn machen, die Impulse zu reduzieren, damit ein Darm einen geringeren Druck bekommt und sich hauptsächlich auf die Darmfunktionen konzentrieren kann.

Für mehr Informationen und Tipps gegen die Diagnose Reizdarm:

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Reizmagen

 

Funktionelle Dyspepsie… einige Menschen verarbeiten Stress und Drucksituationen mit ihrem Magen. Unser Magen hat durch seine Vernetzungen und nervale Innovationen zur Wirbelsäule eine zentrale Figur im Bauchraum.

Wird der Magen durch zu säurehaltiges Essen, Noxen wie Kaffee und Nikotin, zu schnell gekautes Essen und Stress belastet, reagiert er mit entzündlichen Reaktionen.

Saures Aufstoßen, Schluckauf, Sodbrennen sind keine unbekannten Symptome… Reagiert unser Magen mit diesen Symptomen chronisch… ohne eine erkennbaren Defekt im Organ Magen selber, kommt es zur Diagnose Funktionelle Dyspepsie.

Daher ist es wichtig, neben Stress- und Noxenreduktion, einen Magen osteopathisch zu untersuchen, damit die Verbindungen zur Wirbelsäule und anderen Organen (Diaphragma, Leber, Milz, Dickdarm) in Takt bleiben.

Für mehr Informationen und Tipps gegen Funktionelle Dyspepsie:

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Fersensporn

Ein Fersensporn ist häufig eine schmerzhafte Geschichte. Man kann mit seinem Fuß bzw. mit der Ferse nicht mehr auftreten, der Fuß wird nicht richtig belastet, der Gang hinkt…

Klassisch ist der Fersensporn ein in der Zeit entstandener knöcherner Sporn am Fersenteil, der auf die Achillessehne drückt. Jedoch kommt es häufig vor, dass die Diagnose Fersensporn genannt wird, es aber kein Sporn gibt. Die Ferse ist trotzdem sehr empfindlich, man kann nicht auftreten.

Das liegt daran, dass eine Ferse bei Dysfunktionen des Fußes sich verkrampft –> Tonuserhöhung –> Fuß wird zu wenig bewegt, kein Strecken der einzelnen Fußsehnen, keine Rotation im Sprunggelenk

Daher ist eine Operation nicht zwangsläufig indiziert, sonder eine gute Therapie, damit die Ferse entkrampft wird und der Patient seinen Fuß wieder belasten kann.

 

Für mehr Informationen und Tipps gegen Fersensporn:

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Einlagen

Wer hat mittlerweile noch keine Einlagen verschrieben bekommen? Ich werde bestimmt nicht der einzige sein… Wieso sollte unser Fußgewölbe eine tägliche Unterstützung bekommen? Es gibt natürlich immer Extremfälle, wie z.B. ein nicht kompensierter Plattfuß… Da kann eine angepasste Unterstützung dem Patient auch Erleichterung schaffen… Wir reden aber vor allem für ca. 80% der Menschen, die mehr oder weniger ein Fußgewölbe aufweisen, dass sich alleine (!) an äußeren Gegebenheiten anpassen kann!

Jeden Tag regulieren unsere Muskel-Ketten-Systeme unseren gang, es wäre fatal, durch eine Einlage, jede einzelne Ebene: Fuß, Knie, Hüfte zu verändern. Das M-K-S muss diese Veränderungen hinnehmen, und sich anpassen. Nicht nur muskuläre, sondern auch arterogene Veränderungen zieht es mit sich.

Wir Menschen verändern uns täglich, speziell im Gangbild wird es häufiger zu Anpassungen kommen.

Also bitte nicht gleich zu Einlagen tendieren, denn neben der preislichen Komponente, sollten die Langzeitveränderungen unserer Gelenke nicht verachtet werden!

 

Für mehr Informationen und Tipps für einen besseren Gang:

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Schlafposition

1. Rückenlage

2. Bauchlage

3. Seitenlage

So ist die Reihenfolge von gut nach schlecht… also ist Rückenlage die beste Lage??? Ja, wir liegen nachts auf unserem Rücken am ergonomischsten, weil folgende Punkte stimmen:

– optimale Position für unsere Wirbelsäule, Schulter und Becken

– Keine Seitneigung und Rotation der Wirbelsegmente

– Keine Komprimierung unseres Nerven- und Muskelgewebes

– Entlastung unserer hinteren Kette, die wichtig für unseren aufrechten Gang ist

In welcher Position schlafen die meisten Menschen bzw. in welcher Lage kommen wir nachts? –> Seitenlage

Die Lage, die am ungünstigsten für uns erscheint… im ersten Moment scheint Sie als angenehm… Jedoch wenn unsere Bereiche Rücken, Schulter oder Becken Dysfunktionen aufweisen, kann die Seitenlage uns immense Schmerzen bereiten…

Nun zur Bauchlage: sie vereint Punkte 1 und 3, jedoch da unsere Lendenwirbelsäule sich in einer ständigen Lordose (Hohlkreuz) befindet + eine Kopfrotation, ist es keine gute Option… Also sollten keine Fragen mehr offen bleiben und Gewohnheiten schnellstmöglich geändert werden.

 

Für mehr Informationen und Tipps gegen Schlafproblematiken:

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HWS-Syndrom

Bei dem Wort Halswirbelsäule zucken die meisten Leute vor Schreck – zurecht, denn mit Taubheitsgefühlen oder Sensibilitätsstörungen im Bereich der Arme/Hände ist nicht zu spaßen.

So etwas kommt zustande, wenn die Bandscheiben der HWS, nervale Strukturen komprimieren oder muskuläres Gewebe einen zu hohen Tonus entwickelt.

Allerdings sind Nacken/Kopfschmerzen, steifer Nacken oder ein Druckgefühl im Hinterkopf nichts seltenes.

Unsere HWS ist gewohnt sich in einer Lordose (Hohlkreuz) zu befinden, jedoch ist das Gewebe, welches unsere HWS stützt, dabei auch unter einer gewissen Spannung. –> Um eine HWS zu entlasten, macht es Sinn, seinen Kopf gerade zu lassen und sein Kinn nach unten/hinten zu schieben –> Doppelkinn

Ein ungewohntes Gefühl, aber essentiell für ein Gleichgewicht, denn in dieser Position können wir unseren Kopf physiologisch (!) Strecken und kommen dabei nicht unnötig mit unserem Kinn zu weit nach vorne/oben!!!

 

Für mehr Informationen und Tipps gegen Nackenproblematiken:

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